5 Tipps, um den inneren Schweinehund zu überwinden

5 Tipps, um deinen Schweinehund zu überwinden

Autorin: Nina

 

Seien wir doch einmal ganz ehrlich zu uns! Wir alle kennen ihn: den gemeinen inneren Schweinehund. Diese unablässige Stimme die versucht uns zu überzeugen, dass Sport heute eine ganz schlechte Idee ist. Denn es ist:

  • zu kalt
  • zu warm
  • zu nass
  • zu trocken
  • zu windig
  • du hast keine Zeit
  • du bist zu müde
  • ...

Hast du dich auch schon öfters gefragt:"Warum nur habe ich diesen nervtötenden inneren Kommentator in mir, der ständig will, dass ich mich einfach auf die Couch lege und den Fernseher einschalte?"

Nun ja: evolutionär betrachtet hat dieser Kommentator/Schweinehund durchaus seine Berechtigung: er schützte unsere Vorfahren davor, sich in Gefahr (aus der Höhle hinaus) zu begeben. Schließlich könnte dort der todbringende Säbelzahntiger lauern.

Ein weiteres Argument ist, dass unser Organismus stets bestrebt ist, möglichst viel Energie zu sparen. Denn wer weiß, wann die nächste Hungerperiode naht?

Außerdem liebt unser Gehirn Gewohnheiten. Alles sollte so sein wie immer. Das dies so ist, kannst du an einer simplen Übung testen: falte mal deine Hände! Merke dir, welcher Daumen oben liegt. Dann öffne die Hände und falte sie erneut. Welcher Daumen ist nun der Obere? Ein drittes Mal: ausschütteln und wieder falten. Und? Lass mich raten: es war immer derselbe? ;D

Jetzt falte die Hände mal andersherum, so dass jeder Finger versetzt ist und der andere Daumen sich oben befindet. Fühlt sich komisch an, oder? Irgendwie nicht richtig....und überhaupt: andersherum war es doch viel besser!

Unser Hirn mag es eben nicht gerne, wenn man Gewohnheiten ändert. Darum fällt es den meisten Menschen auch so schwer. Und wenn man sonst von der Arbeit kommt, sich eine schnelle Mahlzeit bereitet und dann müde ins bett fällt, dann will unser Gehirn diese Routine nicht ändern. Schließlich hat sie sonst auch immer wunderbar funktioniert und dir geht es doch gut. ODER?! Sich diese Tatsache bewusst zu machen, dass sich Gewohnheitsänderungen zu Beginn "nicht richtig" anfühlen und dass es von Mal zu Mal besser wird, kann schon eine kleine Hilfe geben, dem Schweinehund ein Schnippchen zu schlagen. Weitere Tipps, die dir helfen können:

 

1. Einfach machen!

 

Im Prinzip Roberts Leitspruch. Gar nicht drüber nachdenken. Nicht bewerten. Einfach die Sportsachen an und los! Das klappt erstaunlich gut.

 

2. Ändere dein Denken!

 

"Das wird so anstrengend!" "Ich schaffe das nicht!" "Ich mache das morgen", "heute ist mir einfach nicht danach!". Kenne ich alles ;)

Ganz ehrlich: es wird NIE SO SCHLIMM, wie man es sich vorstellt! Und du wirst dich wahrscheinlich in den seltensten Fällen danach fühlen, voll mit dem Training durchzustarten. Schließlich muss dein Körper dafür Energie aufbringen und die Reserven anzapfen, die er für Hungerperioden angesammelt hat.

Ändere also dein Denken: stelle dir vor, wie du dich fühlst, wenn du die frische Luft atmest, Endorphine deinen Körper durchströmen, du mit Einem Mal wach bist, dich spürst, wenn du das Training hinter dir hast. Wenn dein Tagesziel erreicht ist. Wenn du erschöpft und zufrieden nach Hause kommst und deinem Schweinehund sagen kannst:"Siehst du: ich kann es DOCH!"

 

3. Lasse dich von anderen inspirieren!

 

Es müssen nicht immer die großen Helden wie Kilian Jornet, Rich Roll, Helle Frederiksen, Daniela Ryf sein. Auch Menschen aus der unmittelbaren Umgebung können sehr motivierend sein. Nimm sie dir als Vorbild! Frage sie, ob ihr gemeinsam trainieren wollt. Geht zusammen los! Das ist an schweren Tagen unheimlich hilfreich.

Manchmal lese ich auch ein paar Motivationssprüche von meiner Pinterest-Pinnwand, oder schaue mir Youtubevideos an. Auch das kann einen ordentlichen Schub geben.

 

4. 5-Minuten-Regel

 

Schließe einen Kompromiss mit dir: du beginnst mit dem Training. Und wenn es dir nach 5 Minuten noch nicht gefällt, dann brichst du ab. Der Clou ist, dass du dir natürlich nicht die Uhr danach stellst, sondern einfach startest. Und nach 5 Minuten willst du die Flinte dann auch nicht ins Korn werfen.

 

5. Eat that frog!

 

Unsere Willenskraft ist nicht unbegrenzt, sondern nimmt im Laufe des Tages ab. Es kann daher hilfreich sein, wie Brian Tracy es in seinem Bestseller so treffend beschreibt, die unangenehmste Aufgabe des Tages als erstes zu bewältigen; den Frosch zu essen. Die Aufgabe, die wir sonst den ganzen Tag vor uns herschieben würden. Das kann hin und wieder durchaus mal das Training sein. Also Wecker früher stellen, in die schon bereit gelegten Sportsachen schlüpfen und loslegen!!

 

Zu guter Letzt: Denke einmal deine Gedanken mit all ihren Konsequenzen zu Ende! Du willst lieber zu Hause bleiben und auf dem Sofa Süßigkeiten schnabulieren? Okay! Was bedeutet das für dich und dein Wohlbefinden, wenn du diesen Gedanken mit all seinen Konsequenzen zu Ende denkst? Du hast den Schweinehund gewinnen lassen das nächste Mal ist er noch größer. Du bist unzufrieden, weil du das Training vor dir hergeschoben hast. Du fühlst dich unausgelastet...

 

Hilfreich ist auch dir vorzustellen, wie stolz du anschließend auf dich sein kannst. Wie du den Tag genießt, dir etwas Gutes tust, den Kopf frei hast.

Ich habe es schon so manches Mal bereut, nicht losgegangen zu sein. Aber noch nie, es getan zu haben :)

 

Also: GO FOR IT!

 

 

 

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