Selbstzweifel überwinden. Vergleichen stoppen

Wie du Selbstzweifel überwinden- und daran wachsen kannst

Autorin: Nina

 

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Sören Aabye Kierkegaard

 

Heute möchte ich mal über ein Thema sprechen, das viele betrifft. Über welches man aber nur ungern spricht. Ich selbst ertappe mich sehr häufig dabei: ich zweifle an mir und meinen (sportlichen) Fähigkeiten. Doch welchen Ursprung haben diese Zweifel? Nun ja...In meinem Fall, und ich denke so geht es den meisten Selbstzweiflern, ist es der Vergleich mit anderen.

Wir vergleichen uns mit Menschen aus unserem Umfeld, aus den Medien, auf der Straße... Ständig. Und das kann durchaus motivieren. Es kann aber auch sehr lähmend sein, wenn man gefühlt immer schlechter davon kommt. Damit meine ich zum Beispiel, wenn es um das Thema Sport geht:

  • die anderen haben eine viel bessere Pace
  • ich werde nicht schneller
  • die anderen trainieren viel mehr/härter als ich
  • ich kann mich nicht genug disziplinieren/quälen/bin zu schwach
  • ...

Kommt dir einer, oder mehrere dieser Punkte bekannt vor? Na dann: welcome to the club ;)

Nebenbei bemerkt liegt uns das ewige Vergleichen in den Genen: schon in der Steinzeit schauten wir fleißig bei den anderen, ob die eventuell mehr gesammelt hatten. Denn so stiegen die Chancen bei der Partnersuche.

Doch wie kannst du diesem demotivierenden Teufelskreis entkommen?

 

Hier habe ich einige Tipps für dich:

 

1. Nimm es an

 

Der erste Schritt ist, dass du die Tatsache, dich mit anderen zu vergleichen annehmen darfst. Verurteile dich nicht dafür. Denn das würde dich nur noch mehr belasten. Und das Vergleichen an sich ist schon anstrengend genug ;)

 

2. Du bist nicht deine Gedanken

 

Ist es wirklich wahr, was da in deinem Kopf herumspukt? Versuche einmal, einen Schritt zurück zu treten von dieser gemeinen Stimme in deinem Kopf. Gib ihr ruhig einen Namen, der ihr die Ernsthaftigkeit nimmt. Und nun schau dir an, was sie sagt. Mit wem sie sich vergleicht. Ist dieser Vergleich realistisch? Wo steht die Person, mit der du dich vergleichst? Wie lange betreibt sie schon diese Sportart? Wie viel Opfer hat sie gebracht? Wie viele unzählige Stunden hart trainiert? Und wo standest du vor einem Jahr?

Oft fällt uns erst auf, dass wir völlig absurde Vergleiche anstellen (Äpfe und Birnen und so...), wenn wir diese bewusst betrachten.

Stelle dir die Frage, ob dir diese Gedanken dienlich sind? Wenn nicht: denke noch einmal. Denke noch einmal. Und denke noch einmal. Bis du inspirierende Gedanken gefunden hast, die dich stärken und die dir Lust darauf machen, für dein Ziel loszugehen.

 

3. Aufwärtsgerichtetes Vergleichen und abwärtsgerichtetes Vergleichen

 

Wenn wir uns vergleichen, dann meist mit Menschen die in dieser Disziplin besser sind als wir. Das nennt man aufwärtsgerichtetes Vergleichen. Wie wäre es denn, wenn du dich mal mit Menschen vergleichst, die sportlich gesehen noch nicht auf deinem Level sind? Dabei geht es gar nicht darum, dies als "schlechter" zu bewerten. Sondern einfach darum, deine Leistung anzuerkennen.

 

4. Umgib dich mit Menschen die dir beim Wachsen helfen

 

Wichtig für Menschen, die zu aufwärtsgerichtetem Vergleichen neigen ist, dass sie Menschen um sich haben, die ihnen Mut zusprechen und ihnen auf liebevolle Weise dabei helfen, das Selbstwertgefühl zu stärken und über sich hinauszuwachsen.

 

5. Erkenne deine Stärken an und hinterfrage deine Wünsche

 

Es ist eine gute Idee, wenn du dir deine Stärken vor Augen führst. Und zwar, ohne dich dabei zu vergleichen. Jeder hat Fähigkeiten, die er gut beherrscht. Erinnere dich daran!

Außerdem sollte man seine Wünsche gründlich überdenken. Klar: man sieht nur den schnellen Athleten, der wie der Wind den Wettkampf rockt. Doch bist du auch gewillt, den Preis zu zahlen, der dafür erforderlich ist?

Wie heißt es so schön?

"Der Fahrstuhl zum Erfolg ist kaputt. Aber du kannst die Treppe nehmen!"

Ich weiß, dass ich mich an dieser Stelle wiederhole. Aber man sieht häufig nur das Resultat der anderen Sportler. Nicht aber all die Entbehrungen und harten Trainingseinheiten, die sie dorthin gebracht haben. So etwas fliegt keinem Menschen zu. Das ist für jeden eiserne Disziplin und Arbeit.

 

Und zu guter Letzt: Vergleichen ist sowieso hinfällig: schließlich sind wir alle perfekt, ganz genau so, wie wir sind. Ja: AUCH DU!

 

 

 

 

 

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