Hurra, die erste Grenze ist überquert!

Wir haben es gar nicht gemerkt auf unserem einsamen Radweg. Doch mit einem mal waren die Straßenschilder irgendwie anders. Wir sind in den Niederlanden!

 

Es war eine schöne Zeit. Doch wir haben auch schon viel durchmachen dürfen: Krankheit, Schmerzen, Erbrechen, Gegenwind, Regen und 5 platte Reifen. Doch jetzt können wir um so stolzer sein, die ersten 650km mit unseren jeweils knapp 150kg schweren Gespannen gefahren zu sein.

 

Es ging die ersten Tage den Havelradweg entlang, dieser ist wunderschön und stets lauert ein schöner Rastplatz auf einen. Drei Tage fuhren wir auf ihm, bis wir kurz hinter Havelberg auf die Elbe stießen. Dort hieß es dann weitere drei Tage immer an der Elbe entlang. Das Wetter war zum Glück großartig. Einen Tag hatten wir sogar Rückenwind, so dass wir 100km schafften. Dies half uns sehr, da wir unter Zeitdruck standen: In Bremen war ja schließlich noch ein Abschied zu feiern. Wir rasten also bis nach Hamburg und von dort per Bahn nach Bremen.

 

In Bremen genossen wir noch ein letztes Mal für lange Zeit den Kontakt zur Familie :-) Es waren tolle Tage!!! Doch zwingt uns der herannahende Herbst zur Weiterreise, außerdem hat es uns beiden wieder in den Fingern gejuckt und so schwangen wir uns am 11.09. wieder auf unsere Räder.

 

Die Reise ging von Bremen weiter Richtung Oldenburg. Das norddeutsche Wetter lässt grüßen! Starker Wind von vorne war an der Tagesordnung. Abends fanden wir ein schönes Plätzchen zum Schlafen, direkt an einem See.

 

 

Als wir morgens am 12.09. wach wurden, hörte man schon die Regentropfen aufs Zelt rieseln. Gut, dass an dem See eine kleine Hütte war an der man sich wenigstens warm anziehen konnte. Wir zogen so einiges an um den Sprühregen nicht in die Kleidung zu lassen. Es lag also ein nasser Tag vor uns. Wir fuhren an traumhaften Bauernhöfen vorbei, an endlosen Kuhweiden und Wiesen. Zahllose Traktoren überholten uns und kamen uns entgegen. Nachmittags suchten wir uns wieder mal ein Platz an dem man auch noch ein Bad nehmen kann. Dieses fanden wir: ein kleiner Park direkt an einem See. Mal wieder ein grandioser Ort, um zur Ruhe zu kommen.

Der Nebel hing am 13.09. noch dicht über dem See. Wir konnten also ganz in ruhe unser Frühstück genießen und mit den ersten Sonnenstrahlen die den Nebel verdrängten los radeln. Für diesen Tag war schönes Wetter vorhergesagt. 20°C und Sonne. Besser ging es also nicht. Bei diesem Wetter verfliegen die Kilometer. Kaum gestartet, waren wir auch schon die ersten 20km bis nach Leer gefahren und tranken einen wohltuenden Kaffee. Von dort ging es weiter Richtung Holland. Wir flogen so über die Straße, dass wir gar nicht merkten, dass wir die Grenze schon passiert hatten. Die Radwege waren mit einem mal so breit und die Straßenschilder waren irgendwie anders ;-) 70km fuhren wir heute insgesamt. Abends vollzogen wir noch unser tägliches Ritual: Einmal ins kühle Nass, das muss sein!

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Kommentare: 1
  • #1

    renate.spark@isp-spark.de (Freitag, 14 September 2018 13:09)

    Sonne...Rückenwind..
    .wunderbare Übernachtungsmöglichkeiten...viele schöne Momente...Gesundheit...viel Spass mit euren Wautzi's und viiiel Glück....wünschen euch die sparkies.