Wie wird man zu einem Langdistanz Triahleten

Die schönste Leidenschaft, die Leiden schafft

Autor: Robert

 

2011

Man glaubt es kaum, aber es ist bereits einige Zeit her seitdem ich meinen ersten Marathon gelaufen bin. Es kam ganz zufällig dazu. Es war mein erstes Lauferlebnis, das mich infizierte. Zwei Kollegen fragten mich, ob ich eine lockere Runde mit zum Joggen im Berliner Grunewald kommen möchte. Ich sagte einfach ja und kam nichtsahnend mit. Am Ende des Laufes standen knappe 18km auf der Uhr und die beiden sagten: "jetzt kannst du dich auch beim Halbmarathon in Berlin anmelden". Danke dafür :-) Nach dem Berliner Halbmarathon folgte dann der Kommentar: "Nun ist es zum Marathon auch nicht mehr weit". Ein paar Tage später hatte ich dann meine Startnummer für den Berlin Marathon. Ich konnte sie gerade noch über einen Reiseveranstalter besorgen. Jetzt hieß es konsequent trainieren und am Ball bleiben um meine Zielzeit von 03:15:00 zu erreichen. Da ich ja voll im Marathonfieber war, fiel mir dies allerdings nicht schwer. Den Berlin Marathon hab ich dann sehr stolz mit 03:14:58 gefinisht. 

 

2012

Nach dem Marathon war dann erstmal Ernüchterung angesagt, da ich meinem Körper wohl etwas viel zugemutet habe, hatte ich mir eine Entzündung am Iliotibial Band (ITBS) zugezogen.

Den nächsten Marathon zu dem ich mich angemeldet hatte musste ich also nach knappen 26Km abbrechen. Es war eine Zeit zum Verzweifeln. Sie lehrte mich allerdings, dass Rumpfstabi ein sehr wichtiges Thema ist. Also ging ich viel schwimmen, trainierte meinen Rumpf und konnte so im Herbst in Madrid den Marathon finishen. 

 

2013

Voller Freude über die neu gewonnene Fitness wollte ich natürlich mal wieder eine neue Bestzeit knacken und visierte die 3 Stundenmarke an. Die sollte 2013 in Frankfurt fallen. Ich trainierte sehr hart dafür, es waren viele 100km+ Wochen, lange Läufe mit Tempoläufen kombiniert.

Das harte Training zahlte sich allerdings aus: ich knackte die 3 Stunden. Es war ein tolles Erlebnis, auch wenn ich ziemlich knülle war.

 

2014

Nachdem diese für den Hobbysportler epische Marke geknackt war hatte ich Lust auf mehr, es ging also Richtung Bergläufe. Das Highlight war dann die Harzdurchquerung von Wernigerode-Nordhausen über 51Km und 1400HM. 

 

2015

Was also jetzt noch? Hmm, ich holte mir also 2015 ein Triathlonrad und los ging die Vorbereitung zum 70.3 Ironman auf Mallorca. Ich konnte aber leider nicht an den Start gehen, da ich mir 4 Wochen vor dem Wettkampf bei einem Berliner Läufercup Rennen den Mittelfuß brach. Und so ein Überlastungsbruch dauert bis er verheilt ist. Also konnte ich nur Radfahren und Schwimmen. Da Triathlon ohne Laufen einfach kein Triathlon ist, ich aber gerne ein Ziel zum Trainieren vor Augen habe, nahm ich am Neuruppiner Langstreckenschwimmen über 5Km teil. Ich bin definitiv nicht der beste Schwimmer, aber es hat großen Spaß gemacht.

Im Herbst konnte ich dann doch noch etwas Laufen und nahm an der Olympischen Distanz in Wesel teil. So ziemlich der letzte Triathlon im Jahr. 

 

2016

In Wesel lief alles glatt und meine Zeit war gar nicht mal so schlecht. Es war also Zeit, 2016  für meine erste Mitteldistanz zu trainieren. Schließlich war der Fuß ja wieder fit und vernünftig Kraulen hatte ich auch gelernt. Ich registrierte mich für die Mitteldistanz im Allgäu. Nur doof, dass man das mit den Bergen in Berlin schlecht trainieren kann. Naja, dafür lief es nicht schlecht: beim Laufen konnte ich  die verlorene Zeit vom Radfahren wieder gut machen und kam nach 5:12:25 ins Ziel. 

 

2017

Letztes Jahr, 2017, wollte ich es dann wissen und gab nochmal alles im Training um die 5 Stunden beim 70.3 Ironman auf Rügen zu knacken. Auf Rügen kann einem auch schnell mal das Wetter dazwischen kommen. Zum Glück kam es nicht dazwischen, die Ostsee war spiegelglatt. Perfekte Bedingungen also für mein Vorhaben. Los ging es also in die Ostsee, vorbei an den Quallen, die nicht als Paddles genutzt werden durften. Dann die 90Km auf dem Rad waren auch klasse und viel besser als ich dachte. Nach 4:50:18 kam ich in Binz an der Seebrücke sehr erstaunt über die Zeit ins Ziel. 

Nach dem Ironman hab ich noch an dem Athen Marathon und eine Woche zuvor an einem Halbmarathon teilgenommen. Keine gute Kombination. Halbmarathon in einer Bestzeit von 1:15:01 und beim Marathon nach 30Km an der Seite von Ourania Rebouli einer griechischen Olympionikin einfach keine Kraft mehr in den Beinen und gerade noch so unter 3 Stunden über die Ziellinie gekommen. Dafür konnte ich die letzten 12Km genießen, nachdem ich das Tempo raus nahm. 

 

2018

Für 2018 habe ich mir den Ironman über die Langdistanz in Hamburg vorgenommen. Dafür stecke ich gerade mitten im Training. Es ist für mich sehr schwer einzuschätzen wie gut ich im Plan bin, da es das erste Mal ist, dass ich an einem Wettkampf teilnehme der 10 Stunden und länger gehen wird.

 

Ich halte euch aber gerne auf dem Laufenden. 

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